 |
|
|
 |
Bangkok und das Goldene Dreieck
|
|
|
|
| 12.01. 1996 - Heute ging es endlich los: |
Flug ab München mit einer Boeing 767 der Condor nach
Bangkok. Ich hatte Reihe Nr. 8 am Fenster erwischt und konnte so die Landschaften während
des Fluges gut sehen.
Unsere Flugroute führte uns über Osteuropa, den Iran und Indien direkt in die
Thailändische Metropole.
Gleich nach dem Check-Inn im Hotel "Rembrandt" in Bangkok , machte ich mich auf
den Weg in die Innenstadt . Ich versuchte es mit einem Tuck-Tuck, den bekannten
dreirädrigen Fahrzeugen, die die Metropole unsicher machen.
Der Fahrer verstand kein Englisch und konnte somit mein Ziel nicht so genau
"orten" ...
Das Resultat: Nach einigen Ehrenrunden um einen Bahnhof war ich wieder am Ausgangspunkt
der Reise angelangt ... Diese Rundfahrt war jedoch kostenlos! Ich beschloß zu Fuß zu
gehen, um mir die Umgebung des Hotels etwas näher anzusehen.
Heute hatte ich den perfekten Plan, um in die City zu gelangen. Erst mit einem Tuck-Tuck
ca. 3 km zum Siam-Shopping-Center, dann zu Fuß zu einem der die Stadt durchziehenden
Kanäle, den Klongs und weiter mit dem Klong-Boot in die City...
Diese Variante war die Optimale. Nach einer Stunde stand ich vor dem Tempelbezirk, einem
der Highlights des Aufenthalts in Bangkok.
Der Tempelbezirk Wat Phra Kaeo ist schon faszinierend. So viel Pracht und Glanz...
Überall goldene Pagoden und filigrane Handarbeit ... Fast wie im Märchen.
Im Tempelbezirk befindet sich auch der Smaragd-Buddha. Diese ein Meter hohe Figur im
Innern des Tempels ist das Heiligtum der Thais ... Fotos und Filmen waren untersagt. Der
Buddha darf nicht gestört werden!
Anschließend besuchte ich den prunkvollen Palast der Könige von Siam.
Der heutige Monarch König Bhumiphol wohnt aber nicht mehr in diesem Haus - hat man doch
seinen Bruder und vorherigen Regenten im Palast ermordet.
Weiter ging es auf meinem Stadtrundgang quer durch Chinatown zum Wat Traimit. Hier steht
der wertvollste Buddha Asiens - 5 Meter hoch, aus Gold und fünf Tonnen schwer.
Nach dieser Tempeltour stattete ich noch dem ehrwürdigen Hotel Oriental am Ufer des Chao
Phraya einen Besuch ab, fuhr flussaufwärts und marschierte zum Golden Mount, dem einzigen
Berg Bangkoks, welcher einen guten Rundblick über die Metropole bietet.
Im Anschluß war es an der Zeit, mit dem Klong-Boot in Richtung Hotel aufzubrechen.
Die erste Station heute ist der Besuch des Wat Po, einer Tempelanlage in dem sich der
bekannte Ruhenden Buddha befindet.
Die Figur ist über 45 Meter lang und 10 Meter hoch. In den Arkaden der Anlage reihen sich
400 verschiedene Buddha-Statuen auf.
Anschließend ging es mit der Fähre über den Chao Phraya-Fluss zum Wat Arun, mit dem 40
Meter hohen Turm.
Auf einer sechzig Grad steilen Treppe gelangt man bis auf rund zwanzig Meter Höhe und hat
einen guten Rundblick auf den Fluss und die gesamte Innenstadt.
Auf dem Rückweg zum Hotel am Nachmittag setzt die Rush-Hour ein ... Nichts ging mehr:
Mopeds und Autos blockierten die Straßen der Innenstadt.
Beginn der eigentlichen Rundreise mit der Fahrt gen Norden nach Phitsanuloke. Auf dem Weg
besuchten wir den Tempel Wat Phuttabat mit dem Fußabdruck Buddhas, welcher von den
Gläubigen des ganzen Landes verehrt wird.
Zweiter Stop auf der Tagesetappe ist Lopburi.
Hier haben sich eine ganze Anzahl von Affen zu " Tempelwächtern "
hochgefaulenzt und werden täglich mit Futter versorgt. Weiter fuhren wir nach Ayutthaya,
der ersten Hauptstadt des Königreiches von Siam und am späten Abend bezogen wir Quartier
im Amarin Lagoon Hotel in Phitsanuloke.
Fahrt nach Sukhotai - der Hauptstadt des Thaikönigreiches ab dem 13.Jahrhundert. Der alte
Teil von Sukhothai zählt heute zu den bedeutendsten historischen Stätten Asiens. Auf der
Fahrt zum Tagesziel Chiang Rai legten wir noch einen Stop am Phayasee ein, passierten die
Felsformation des Sleeping Lady Mount und nahmen am Nachmittag Quartier im Rimkok-Resort
von Chiang Rai. |
Nach dem Frühstück standen schon die
Pick-Ups vor dem Hotel: Ziel des Ausflugs waren die Dörfer des Akha-Bergstammes.
Mit dem offenen Wagen führte die Fahrt auf engen, staubigen Bergstrassen durch eine
faszinierende Landschaft. Die Bewohner der Bergdörfer, die einem einfachen und ganz auf
die Natur und Tradition ausgerichtetem Leben folgen, trugen farbige Tracht und waren sehr
freundlich gegenüber uns Ausländern. Weiter fuhren wir nach Mae Sai, der nördlichsten
Stadt Thailands an der Grenze zu Myanmar und anschließend zum Zentrum des Goldenen
Dreiecks - Treffpunkt der Grenzen von Myanmar, Laos und Thailand am Mekong-Fluß. Hier gab
es früher Opiumfelder so weit das Auge reichte . Heute ist jedoch der Opiumanbau in
Thailand verboten.
Auf dem Mekong unternahmen wir noch eine "Rennboot"-Fahrt mit einem Longboot.
Die Dinger machten ordentlich Speed und natürlich auch höllischen Lärm.
Anschließend ging es zurück nach Chiang Rai ins Hotel.
Tags darauf ging die Reise in Richtung Chiang Mai, der Perle des Nordens. Wir besuchten
auf der Fahrt eine Fabrik, wo in Handarbeit alle möglichen Typen von
Papier-Sonnenschirmen gefertigt wurden.
In Chiang Mai angekommen fuhren wir noch zum Berg Doi Suthep und besichtigten die
Tempelanlagen des Wat Suthep. Am Abend dann stand noch der Besuch einer Folklore-Show und
eine Stippvisite des bekannten Nachtmarktes auf dem Programm. Hier gab es Krimskrams und
Souvenirs jeglicher Art.
Nach der Übernachtung im Hotel EMPRESS hieß es zeitig aufstehen. Bereits um 07:00 Uhr
ging unser Inlandsflug mit Thai Airways zurück nach Bangkok. Der Weiterflug nach München
sollte um 11:45 Uhr erfolgen...
Die Betonung liegt auf "sollte": Leider war unsere Boeing-767 der Condor defekt
und auch der 3-stündige Reparaturversuch eines Technikers half nichts. Es mußte eine
Ersatzteil eingeflogen werden.
Wir gingen wieder von Bord , gaben unsere Reisepässe ab und wurden zu einem airportnahen
Hotel zwecks Übernachtung gebracht.
Am 21.01.96 mit eintägiger Verspätung erfolgte dann endlich unser Rückflug nach
München . |
|
 |
|