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Besuch in der britischen
Kronkolonie
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Nach 13 Stunden Flug von London aus erreicht Flug BA26
Hong-Kong in den späten Nachmittagstunden, die noch britische Kronkolonie am Chinesischen
Meer. Mit dem Airportshuttle fahren wir zu unserem "Hotel" nach Kowloon. Wir
residieren im Chungking House, wo auch schon vor vielen Jahren John Lennon zu Gast war.
Die Absteige ist mitten im Herz von Kowloon gelegen, bis zur altehrwürdigen Star-Ferry
hinüber auf die eigentliche Insel Hong-Kong sind es nur ein paar Minuten.
Also geht's gleich am ersten Abend noch einmal los. Für ein paar Cents bringt uns die
Fähre in fünf Minuten hinüber auf die Insel. Wer es eilig hat, kann auch mit der U-Bahn
fahren, aber dann verpaßt man die spektakuläre Skyline Hong-Kongs, die während der
gesamten Fährüberfahrt ständig vor unseren Augen liegt. Dort angekommen steigen wir in
die Tram und fahren durch die Straßen Hong-Kongs. Es ist Wochenende und wir merken bald,
wie sich die Müdigkeit in unseren Knochen breitmacht. Also gehts zurück zum Chungking
House, schnell wird noch der Fluchtweg im Notfall ausgekundschaftet, denn an den 2 Liften
bilden sich immer lange Schlangen. Und während des Wartens auf einen Lift bekommen wir
immer bessere Übernachtungsquartiere angeboten... Aber wir haben ja schon eines !
Hong-Kong heißt "Duftender Hafen". Aber diese Bedeutung wird einem erst dann
klar, wenn man die eigentliche Stadt verläßt. Das tut man am besten an Bord einer
Fähre, die in kurzen Abständen zwischen dem Fähranleger in Sheung Wan und den meisten
Inseln verkehrt.
Erreicht man dann die Insel Lantau, Lamma Island oder Cheung Chau, ist man wieder in einer
ganz anderen Welt. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein: keine Spur mehr von der
ganzen Hektik, die die 6,5-Millionen Metropole Hong-Kong ausmacht.
Auf Lantau-Island sollte man auf keinen Fall versäumen, das Po-Lin Kloster und den Giant
Buddha zu besuchen. Und wer dann noch Zeit hat, sollte einen Abstecher ins alte
Fischerdorf Tai-O machen. Selbst Niki Lauda hat schon von diesem Ort geschwärmt. Hoffen
wir, daß er nicht der Bauwut zum Opfer gefallen ist, denn auf Lantau-Island ist
Hong-Kongs neuer Großflughafen entstanden, der den abenteuerlichen Anflug auf den alten
Kai-Tak Airport ins Reich der Legenden verbannt. Bei einem Stadtbummel durch Mong-Kok
konnte man die Jumbojets im Tiefflug über der Stadt erleben... Aber das ist jetzt
Geschichte. Geblieben ist ein Besuch des Nachtclubs der armen Leute, in der Temple Street,
dort wo sich allabendlich Touristen und Chinesen treffen, sei es billigen Plunder
einzukaufen oder an einem der zahlreichen Restaurants einzukehren.
Auch sollte man es nicht versäumen, dem Stanley Market an der Südküste von
Hong-Kong-Island oder den schwimmenden Restaurants im Hafen von Aberdeen einen Besuch
abzustatten, wenngleich sich die Restaurantschiffe schon eher als Touristenfallen
entpuppen können. Bei einem Spaziergang durch den Western District kommt man durch eines
der ältesten und traditionsreichsten Gebiete Hong Kongs mit dem Western Market. Zurück
gehts dann mit der alten Tram bis zur Star-Ferry oder in das Vergnügungsviertel Wan Chai,
auch Ausgangspunkt zur Pferderennbahn im Happy Valley.
Aber krönender Abschluß eines Tages in Hong Kong ist ein Besuch auf dem Victoria Peak:
Von dort bietet sich ein atemberaubender Blick auf Stadt und Hafen, vor allem dann wenn
nach dem Sonnenuntergang die Lichter der Großstadt erglühen ... |
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