Eine Verfassungsanderung von 1953 war der Startschuss für
eine rasante Entwicklung der grönländischen Gesellschaft. Es wurden Fischfabriken und
Wohnungen für die dort Beschäftigten gebaut, die Schulen und das Gesundheitswesen wurden
ausgebaut und verbessert.
Die Bevölkerung konzentrierte sich in den großen Städten entlang der Küste und viele
Siedlungen wurden verlassen. Doch die Urnwandlung Grönlands in eine Industriegesellschaft
innerhalb weniger Jahrzehnte - eine Entwicklung, für die andere Gesellschaften mehrere
Jahrhunderte brauchten - hatte auch Folgen, u.a. wollte man von grönländischer Seite
mehr Einfluss nehmen auf Richtung und Tempo der Entwicklung. Daher war die Einrichtung der
grönländischen Selbstverwaltung 1979 eine natürliche Folge dieser Entwicklung. Das
ehemalige Landsrad wurde abgeschafft, und statt dessen wurden ein richtiges Parlament (das
Landsting) und eine Regierung (Landsstyre) geschaffen. Wahlen zum Landsting mit seinen 31
Mitgliedem werden alle vier Jahre abgehalten. Das grönländische Landsting hat seit 1979
nach und nach immer mehr Verantwortungsbereiche übernommen.
Die dänische Regierung ist gesetzgeberisch lediglich noch zuständig für die Bereiche
Aussenpolitik, Verteidigungspolitik, die Justiz sowie für Währungsfragen. Grönland
erhältt weiterhin eine jährliche Beihilfe vom dänischen Staat. Das Ziel ist jedoch
größtmögliche politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit von Dänernark durch
verstärkten Einsatz in den Bereichen Rohstoffgewinnung, Fischerei und Tourismus. |
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| Flugverkehr |
Grönland, die größte Insel der Welt, ist für
Besucher und Gäste nur mit dem Flugzeug oder über internationale Kreuzfahrtschiffe
erreichbar. Direkten Liniendienst gibt es mit Dänemark, Island und Kanada.
Innerhalb Grönlands fliegt die Grønlandsfly A/S mit Flugzeugen und Hubschraubern und die
Air Alpha mit kleineren Hubschraubern.
Im Sommer sind die Grönländer selbst auch viel unterwegs. Daher ist es ratsam, Flug- und
Schiffsreisen rechtzeitig zu buchen. Man sollte ausserdem beachten, dass das Wetter sehr
rasch umschlagen kann. Daher sollte man immer
abends vor dem Abreisetag bei Grønlandsfly nachfragen. |
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| Schiffsverkehr |
Grönlands Städte und Siedlungen werden von der Reederei
Arctic Umiaq Line (AUL) angelaufen, die in allen Städten Ticketbüros hat. Der Verkehr
ist Sommer wie Winter sehr abhängig von den Eisverhältnissen. Im Gebiet nördlich von
Sisimiut z.B. ist ab Dezember wegen des Festeises, das bis Mitte Mai liegenbleibt, kein
Verkehr möglich.
In den Frühjahrsmonaten kann Packeis zudem den regulären Schiffsverkehr in Südgrönland
behindern.
Die Verkehrsfrequenz im Sommer erlaubt es, auszusteigen und ein paar Tage an Land zu
verbringen, um dann mit dem nächsten Schiff die Reise fortzusetzen. Es gibt vereinzelt
auch kleinere Routen als Verbindungen zwischen den Siedlungen der Gegend.
Einen Schiffs-Linienverkehr von Ost- nach WestgrönIand gibt es nicht, und auch keine
Schiffsverbindungen nach Qaanaaq. |
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| Hotels |
| Die meisten Hotels sind in den letzten 15 Jahren gebaut
worden und haben Bad/WC, TV und Telefon. Ferner gehört zu den meisten Hotels ein
Restaurant und/oder eine Cafeteria. Bei Vorbestellung kann Abholung am Hafen, Flughafen
oder Hubschrauberlandeplatz vereinbart werden. Die größeren Hotels in Grönland
verfügen ferner über modernste Konferenzeinrichtungen. |
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| Seemannsheime |
| Die Seemannsheime sind in Grönland nicht den Seeleuten
vorbehalten, sondern können von jedem, der eine einfache Übernachtungsmöghchkeit sucht,
benutzt werden. Nicht alle Zinimer haben eigenes Bad/WC, und es gibt kein eigentliches
Restaurant, jedoch immer eine Cafeteria. |
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| Jugendherbergen |
| In den größeren Städten und Siedlungen sind die
Jugendherbergen gut ausgestattet, mit Küche, Schlafsälen, Bad und WC, Kiosk und
Cafeteria. Im Sommer werden auch Studentenheime in Jugendherbergen umfunktioniert. Die
Bezeichnung "Jugendherberge" schließt daher in Grönland sehr viele
verschiedene Einrichtungen ein, die sich nicht mit Jugendherbergen nach internationalem
Muster vergleichen lassen. |
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| Hütten |
| In Grönland können sehr entlegene Hütten von allen
benutzt werden. Sie sind selten verschlossen. Der Komfort ist daher entsprechend
bescheiden. Hütten von höherem Standard, entweder Neubauten oder renovierte Häuser,
kann man über das örtliche Touristerbüro mieten. In Südgrönland kann man bei vielen
Schafzüchtern in Hütten unweit ihrer Höfe übernachten. |
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| Bed & Breakfast |
| Das Bed&Breakfast-Konzept verbreitet sich mehr und mehr
in Grönland, und eine zunehmende Zahl grönländischer Familien öffnet ihr Zuhause für
Gäste, die auf diese Weise einen Einblick aus erster Hand in das Alltagsleben in
Grönland bekommen. |
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| Impfungen |
| Für eine Reise nach Grönland sind keine Impfungen
notwendig. |
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| Einreisebestimmungen |
Für Grönland gelten die gleichen Einreise-, Paß- und
Visumbestimmungen wie für Dänemark.
EU-Staatsbürger haben Paßpflicht, während skandinavische Staatsbürger ohne Paß
einreisen können. Allerdings sind für Reisen nach Qanaaq über die Militärgebiete um
die Thule Air Base/Pituffik besondere Genehmigungen erforderlich.
Sie können beim dänischen Aussenministerium oder im Ausland fiber die dänischen
Botschaften beantragt werden. In gleicher Weise müssen im Zusammenhang mit Expeditionen
und Besuchen des Nationalparks Genehmigungen beantragt werden, und zwar beim:
Dansk Polarcenter
Strandgade 100 H
DK - 1401 Kobenhavn K
Telefon +45 - 32 88 01 00, Fax +45 - 32 88 01 01
E-mail |
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| Devisen |
Die Dänische Krone ist in Grönland gültiges
Zahlungsmittel. Bezüglich der Ein- und Ausfuhr von Bargeld gibt es keine Beschränkungen.
Kreditkarten (Visa, Diners und Eurocard) werden in den größeren Städten in Restaurants,
Geschäften und Hotels akzeptiert. Auf den Flughäfen Kangerlussuaq und Narsarsuaq können
die gängigsten Fremdwährungen im Flughafenhotel gewechselt werden. |
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| Kommunikation |
| Das grönländische Telekommunikationswesen ist hochmodern.
Überall gibt es Telefon und Telefax, und die meisten Hotels haben zudem eine
eMail-Adresse. Mobiltelefone (NMT900) kann man in Grönland benutzen, dafür muß jedoch
bei der Ankunft eine Gästenummer eingerichtet werden. Man ist ferner dabei, in Grönland
GSM-Telefone einzuführen. |
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| Gesundheitswesen |
| Grönland hat in allen Städten gute Krankenhäuser und
Zahnarztpraxen mit gut ausgehildetem Personal. Krankenpflege u.a. bei akuten Erkrankungen
und Unfällen ist in der Regel kostenlos. Es wird allen Reisenden empfohlen, die
Arzneirnittel, die man regelmäßig einzunehmen hat, selbst mitzubringen, da spezielle
Produkte nicht immer beschafft werden können. In Kangerlussuaq gibt es kein Krankenhaus,
sondern nur eine Krankenpflegestation. |
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| Elektrizität |
| In Grönland beträgt die Spannung wie im übrigen Europa
220 V. Manche Siedlungen und einige Schafzüchter haben noch keine Elektrizität bzw.
bekommen nur zu bestimmten Tageszeiten Strom. |
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| Fotografieren |
| UV- oder Sky-Filter und Gegenlichtblende sollten immer
benutzt werden. Filme sind in Grönland erhältlich. Verwendet man allerdings spezielle
Marken, so ist es ratsam, von zuhause einen Vorrat mitzubringen. Fotografieren ist in
Grönland überall gestattet, mit Ausnahme von militärischen Anlagen. |
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| Zeitunterschied |
| Wem es auf Grönland 12.00 Uhr Mittags ist, ist es in
Mitteleuropa oder Kopenhagen und Hamburg 16.00 Uhr nachmittags. |