Nach knapp
zweistündigem Flug kommen wir am frühen nachmittag in Salvador an und nehmen gleich ein
Taxi, das uns für 20 Real zum Hotel Catussaba bringt. Hier beziehen wir unser Zimmer ohne
Pool- und Meerblick. Das war in der gebuchten Kategorie einfach nicht drin. Aber die
gesamte Anlage ist fantastisch direkt am Ozean gelegen. Am Swimmingpool gibt es eine
kleine Bar. Und dort wiederum kühle Getränke, die vom Preis her auch nicht abgehoben
sind. Ein Bier kostet 2 und ein Caipirinha 3,50 Real. Das ist ok, da im Kühlschrank auch
noch eine Flasche Johnny Walker für diverse Drinks bereit steht.
So kann man den ganzen lieben langen Tag abhängen, mal ein Bierchen, mal ne Runde im Pool
drehen oder auch mal in den warmen Atlantik steigen.
Große Ausflüge sind nicht geplant, es ist nur Faulenzen angesagt. Morgens gibt es ein
üppiges Frühstücksbüffet, das dann bis zum Abend vorhält und dann ist schon wieder
Büffetzeit. Von 19 bis 23 Uhr kann man sich den Magen nach Herzenslust vollschlagen. Dazu
ein kühles Bierchen in der lauen Abendluft - so läßt es sich leben.
Aber einen Ausflug unternehmen wir dann trotzdem: Mit dem Bus fahren wir nach Salvador da
Bahia, der alten Hauptstadt Brasiliens.
Am Mercado Modelo werden wir abgesetzt und haben nun 4 Stunden Zeit um durch die
historische Altstadt Pelourinho zu schlendern. Mit dem Fahrstuhl fahren wir in die
Oberstadt und beginnen unseren Rundgang, der nach 2 Stunden vor einer Kneipe bei einer
Flasche Heineken endet. Das Weltkulturerbe ist ziemlich heruntergekommen. Die meisten der
Kirchen sind vom Schimmel befallen, sicherlich auch ein Tribut an das feuchtwarme Klima.
Dagegen müssen ganze Straßenzüge mit Stahlgerüsten gestützt werden, um ein Umkippen
der Häuserruinen zu verhindern. Aber dazwischen taucht auch immer mal ein restauriertes
Gebäude auf. Dieses läßt natürlich die anderen dann noch schäbiger aussehen. Aber das
Ganze hat schon seinen Reiz, auch wenn man von oben mehr "ausgebombte" Ruinen
als bewohnbare Häuser ausmacht.
Aber was heißt schon bewohnbar: Selbst in den schlimmsten Ruinen hausen noch Menschen und
haben es allemal besser als der zerlumpte Mann, der einen Karren aus alten Autofelgen
scheppernd über das Pflaster der Altstadt zog.
Am späten Nachmittag fahren wir mit dem Bus ins Hotel zurück und für den Rest des
Aufenthalts ist dann nur noch relaxen angesagt.
Ein geplanter Shoppingausflug fällt dem allgemeinen Unwohlsein zum Opfer, das mir den
letzten Urlaubstag verhagelt.
Und dann sind die insgesamt 10 Tage auch schon wieder vorbei. Am 23. September fliegen wir
über São Paulo zurück nach München, wo wir am Nachmittag des Sonntag ankommen... |