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| Martinique |
Am 27.3.2001 klingelt frühmorgens der Wecker und kurze Zeit
darauf sitzen wir im Auto auf dem Weg zum Nürnberger Airport. Eine ¾ Stunde später sind
wir dort und checken für unseren Flug mit Air France zu den French West Indies ein.
Eine Fairchild bringt uns nach Paris Charles de Gaulle, von dort aus gehts mit dem Shuttle
nach Orly-West. Hier müssen wir für den Weiterflug nach Fort de France neu einchecken.
Nachmittags ist es dann endlich so weit. An Bord einer Boeing 747 heben wir ab Richtung
Karibik. Wir sitzen in Reihe 8 direkt an der vorderen Tür, besser kann's nicht sein.
Über Normandie und Bretagne geht es hinaus aufs offene Meer.
Gegen 19 Uhr Ortszeit landen auf Martinique, es ist bereits dunkel. Kurz darauf sitzen wir
in unserem Renault Clio und machen uns auf den Weg nach Le Diamant, wo wir eine
Ferienwohnung gemietet haben.
Wir haben nun eine Woche Zeit, alle Winkel der Insel zu erkunden. |
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Grand Anse des Salines I |
Am ersten Tag machen wir eine Tour an die Anse Grande Saline im Südosten
der Insel. Hier liegt ein herrlicher weißer Strand und wir verkriechen uns in den
Schatten einer Palme, denn unsere Haut ist noch weiß wie ein Stück gebleichtes Papier.
Im Schatten kann man es gut aushalten und zur Abkühlung springt man eben ins 27°C warme
Wasser. Wenn das nicht weiter hilft, kann man es auch mit einem kalten Lorraine-Bier
versuchen. Das half natürlich immer.
Nach einem Tag am Strand packen wir am späten Nachmittag unsere Sachen und fahren weiter.
Bei unserem Rückweg machen wir noch einen kleinen Abstecher ans Cap Chevallier, das mit
herrlichen Sandstränden und strandnahen Korallenriffen aufwarten kann.
In Le Marin machen wir uns noch mit dem Supermarkt vertraut und eingedeckt mit einem Kilo
Thunfischsteak, einigen Baguettes und den notwendigen Zutaten zu einem Ti-Punsch geht's
zurück nach Le Diamant. |
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Montagne Pelée |
Heute wollen wir den schlafenden Vulkan Montagne Pelée besteigen, der im
Jahre 1902 den Küstenort Saint Pierre mit einer Glutwolke überzog und 25.000
Menschenleben auslöschte. Hoffentlich bleibt er auch heute ruhig! Es wird geraten, ganz
zeitig aufzubrechen, aber das schaffen wir natürlich nicht.
Am zweiten Tag macht sich doch noch der Jetlag bemerkbar und nach unserem Frühstück bei
Elléna fahren wir Richtung Fort de France, um kurz vorm Flughafen nach rechts in die
Berge abzubiegen.
Durch dichten Bergwald fahren wir in den Norden der Insel und ausgangs Morne Rouge
erreichen wir den Parkplatz für unsere geplante Bergtour. Von hier aus haben wir ca. 500
Höhenmeter bis auf den Gipfel zu erklimmen. Es ist bereits fast 11 Uhr und
dementsprechend warm! Eigentlich sollte man um diese Zeit schon oben sein. Der Weg windet
sich zuerst auf bequemen Treppen bergan, später wird er allerdings wesentlich schlechter
und auch steiler. Es war sicher kein Fehler, die Bergschuhe anzuziehen, denn damit kann
man nicht so leicht umknicken.
Nach zwei Stunden sind wir dann fast am Gipfel, es geht erst mal sehr steil an Stufen in
den Krater hinunter und dann auf der anderen Seite hinauf in die Wolken - will heißen,
daß wir oben so gut wie nichts gesehen haben.
Der Abstieg war dann schnell gemeistert und auf der Rückfahrt nach Le Diamant besuchten
wir noch St.Pierre, das ehemalige "Paris" der Karibik, welches beim letzen
Ausbruch des Montagne Pelée im Jahre 1902 dem Erdboden gleich gemacht wurde. |
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| Caravelle Halbinsel |
Heute wollen wir in den Nordosten von Martinique fahren und die Halbinsel
Caravelle besuchen.
Auf uns nun schon bekannter Strecke fahren wir an der Südküste nach Le Marin und biegen
dann in nordöstlicher Richtung in die Berge ab.
Über Le Vauclin und Le Francoise fahren wir entlang der Küste nordwärts und erreichen
bald die Halbinsel.
Dort fahren wir an die Anse l'Etang und machen uns einen gemütlichen Nachmittag im
Schatten mächtiger Kokospalmen.
Vor der Rückfahrt fahren wir noch ans Ende der Halbinsel zum Château Dubuc.
Aber wir verzichten auf eine Besichtigung und genießen lieber die fantastische Aussicht
auf die unter uns liegende Baie du Tresor. |
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| Grand Anse des Salines II |
Wir haben uns vorgenommen, immer auf einen "Action"-Tag eine
Ruhepause einzulegen. Also ist heute wieder Relaxen angesagt.
Aus diesem Grund fahren wir wieder an die Grand Anse und lassen uns an einem einsamen
Strand hinter den Etang des Salines im Schatten nieder. Der Strand ist wieder völlig
überlaufen - wir zählen etwa 1 Besucher pro Hektar ... |
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| Ance Céron und Grand' Rivière |
Auf die Kür folgt wieder die Pflicht: Nach dem Frühstück fahren wir
entlang der Westküste über Les Trois-Îlets nach Fort de France und dann weiter in den
Nordwesten der Insel. Ziel sind Saint Pierre und die nördlich davon gelegene einsame Ance
Céron, ein Strand bestehend aus schwarzem vulkanischen Sand.
Heute ist am Strand etwas mehr los, denn es ist Sonntag und da will sich jeder sein
Plätzchen sichern. Aber so richtig voll sind nur die Stellen, die Schatten zu bieten
haben und bis zu denen man auch mit dem Auto fahren kann.
Also, an der Anse Céron ist es uns zu voll und deshalb fahren wir noch die paar Meter zur
Anse Couleuvre. Da man hier noch ein paar Meter bis zum Meer laufen muß verirrt sich
wieder kaum jemand hierher, es sei denn man will eine Wanderung unternehmen, denn hier
beginnt ein Treck zum fast 20 km entfernten Grand' Rivière. Wer also diesen Teil der
Insel kennenlernen will, der muß laufen.
Wir fuhren aber mit dem Auto zurück und dann über Morne Rouge durch eine fantastisch
grüne Landschaft nach Grand' Rivière, wo wir am Hafen einkehrten und ein Bierchen
verdrückten. Am Abend brutzelten wir wieder unseren Thunfisch und labten uns am
Ti-Punsch. |
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| Grand Anse des Salines III |
Für den letzen Tag war wieder Ruhe angesagt. Mit dem Auto fuhren wir
über Le Marin an die Grand Anse und hingen den ganzen Tag am Strand herum. Da die Haut
auch schon etwas Farbe angenommen hatte, mußte man sich in der Sonne nicht so sehr in
Acht nehmen wie an den ersten Tagen.
Und die Bierbude war auch nicht so weit entfernt - also Herz was willst Du mehr ... |
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| St.Lucia |
Um unsere Fähre in Fort de France zu erwischen, müssen wir zeitig
aufstehen, das Auto zum Flughafen fahren, dort abstellen und anschließend mit einem Taxi
zum Hafen fahren. Aber es klappte alles prima und um 8 Uhr sind wir bereits auf der
Schnellfähre nach St. Lucia, die den Hafen und Martinique in südlicher Richtung vorbei
am Rocher du Diamant verläßt.
Erst jetzt verlassen wir die Eurozone!
In Castries haben wir schnell Zoll und Einreise hinter uns und befinden uns gleich in
einer anderen Welt. An jeder Straßenecke hat irgend jemand etwas zu verkaufen oder bietet
sich als Reiseführer, Taxifahrer oder Tourguide an.
Trotzdem finden wir gleich den Sammeltaxistand und zusammengepfercht wie's liebe Vieh
fahren wir nordwärts nach Rodney Bay. Hier haben wir ein Hotel für die nächsten Tage
gebucht.
Da das Zimmer dort noch nicht ganz fertig ist, genehmigen wir uns zwei kleine Bierchen an
der Poolbar und müssen erstaunt feststellen, daß alles ziemlich teuer ist. Nur gut daß
wir OV gebucht haben...
Den Rest des Tages besuchen wir den vor dem Hotel liegenden öffentlichen Strand von
Rodney Bay und genehmigen uns ein erfrischendes Bad in den Fluten des Golf von Mexico.
Auch den nächsten Tag verbringen wir am Strand, zumeist im Schatten sitzend oder wenn
nicht dann eben bei einem eiskalten Piton-Bier in der Spinnaker Bar. |
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| Katamarantour |
Tags darauf starten wir gleich unsere erste Tour und buchen in einem
lokalen Reisebüro einen Tagesausflug mit einem Katamaran an die Südspitze St.Lucias nach
Soufriere und den Pitons.
Der Name der Tour Tout Bagay bedeutet so viel wie "von allem ein bischen" und
dem wird sie auch gerecht. Wir segeln entlang der Küste zuerst mit und dann auch ohne
Motorkraft Richtung Soufriere. Dort sind dann ein paar Ausflüge geplant; zuerst in einen
kleinen botanischen Garten und zu einem Wasserfall, dann zum Drive-In-Volcano der
Soufriere und zuletzt auf eine Plantage, wo wir allerlei über Kokosnüsse, Kakao und
andere einheimische Produkte erfahren und ein kleines Dinner erhalten.
Zurück an Bord genehmigen wir uns wieder ein paar Drinks, denn die Getränke sind
kostenlos.
Auf der Rückfahrt stoppen wir noch in der wundervoll gelegenen Marigot-Bay, einer der
schönsten Ankerplätze in der gesamten Karibik.
Die ganze Tour reißt allerdings schon eine größere Lücke in unsere Reisekasse, denn
180 US$ sind derzeit ein Haufen Holz! |
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| Relaxen |
An den nächsten drei Tagen ist wieder Relaxen angesagt; wir pendeln
zwischen Strand, Spinnaker Bar und unserem Hotel.
Jeden Abend sehen wir einen wundervollen Sonnenuntergang am Strand; das Wasser reflektiert
die letzen Strahlen der Sonne und die sich im Wind wiegenden Wipfel der Kokospalmen ragen
in den dunklen Nachthimmel.
Da schmeckt ein kühles Bier oder ein Cocktail an der Strandbar umso besser! Also finden
wir uns täglich zur Happy-Hour dort ein ... |
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| Inselrundfahrt I |
Dann haben wir aber wieder Lust auf mehr: Also mieten wir uns für die
nächsten zwei Tage ein Auto, um die Insel auch mal auf eigene Faust erkunden zu können.
Wir erhalten den Wagen voll getankt und sollen ihn leer wieder abgeben. Mal sehen was wir
da machen können!!!
Vom Hotel aus fahren wir nach Castries und dann Richtung Souvriere und den Pitons.
Das Wetter ist fantastisch und die üppige Vegetation einzigartig.
Oberhalb der Marigot-Bay stoppen erstmals und werden sogleich mit der Freundlichkeit der
Einheimischen konfrontiert. Fast jeder hat was zu verkaufen - und der nichts zu verkaufen
hat, der hat zumindestens eine Geschichte auf Lager, die er gegen bare Münze
unaufgefordert ausplaudert. Da ist der ganze Mann gefragt, derartige "requests"
abzublocken. Aber mit einem Lächeln und Schulterklopfen kann der härteste
"Fighter" besänftigt und abgeschüttelt werden.
Das Schlimme ist aber, daß immer die Stellen belagert werden, an denen es auch etwas zu
sehen gibt. Mal steht einer mit einer Schlange in der Hand, die er dir um den Hals hängen
will, der nächste sucht eine Mitfahrgelegenheit, um sich dann unaufgefordert als
Reiseführer auszugeben und dir dann das Geld aus der Tasche zu ziehen. Hier hilft wieder
nur: Lächeln und ablehnen!
Kurz vor Souvriere ist es mal wieder so weit: An einem Lookout steht eine Menschentraube,
die uns die Sicht auf die Pitons versperren will. Sofort erzählen wir, daß wir schon mal
da waren und bereits alles gesehen haben - und da werden wir in Ruhe gelassen. Den Weg
durch den Ort, der auch als Touristenfalle bezeichnet werden kann, finden wir schnell und
haben für den Rest des Tages unsere Ruhe.
Über einsame Straßen erreichen wir Fort aux Vieux und entlang der Ostküste fahren wir
wieder nach Castries und Rodney Bay zurück. |
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| Inselrundfahrt II |
Mit dem Mietwagen fahren wir heute mal in der anderen Richtung um die
Insel. Dort wo wir gestern wegen der einbrechenden Dunkelheit weniger Zeit hatten, nehmen
wir uns heute halt etwas mehr.
Die besuchten Orte bleiben aber fast die gleichen.
Mit dem letzten Tropfen Sprit chauffiert Steffen den Wagen vor's Hotel. Ob der Abholer
noch bis zur nächsten Tankstelle kam, ist uns leider nicht bekannt ...
Den letzten Tag unseres Aufenthalts auf der wunderschönen Insel St.Lucia verbringen wir
wieder an Strand und Bar. |
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| Guadeloupe |
Das erste Problem unserer Tour kündigt sich beim Einchecken für die
Fähre nach Martinique an.
Unsere Tickets seien ungültig!
Die Fähre wäre eine Sonderfahrt und somit können wir nicht mitfahren. Das ganze Drama
dauert dann geschlagene zwei Stunden, ehe doch noch ein Weg gefunden wird, uns auf der zur
Hälfte gefüllten Fähre unterzubringen.
Nach einem Zwischenstop in Martinique geht's weiter nach Norden. Auf der Höhe von
Dominica werden wir langsamer. Ein Maschinenschaden? Aber dazu kommt's dann doch nicht.
Der Seegang ist zu stark und somit müssen wir es etwas langsamer angehen lassen. Damit
sind wir natürlich auch zu spät in Guadeloupe und bekommen den Mietwagen erst bei
einbrechender Dunkelheit.
Die schlechte Ausschilderung unserer Fahrtstrecke nach Deshaies an der Westküste gereicht
Frankreich wieder zu voller Ehre und nach etlichen "Verfahrern" können wir
wenigstens noch an einem Supermarkt unsere Vorräte ergänzen, denn Ostern steht vor der
Tür und wir wissen nicht genau, wie in diesem Teil der EU die Läden an den Feiertagen
geöffnet sind.
Zumindest unseren Ti-Punsch haben wir auch an den Feiertagen sicher. Und etwas zu Essen
wird sich wohl auch finden! |
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| Pointe de Châteaux |
| Unsere erste Tour führt uns in den Ostteil von Grand Terre. Über
Pointe-à-Pitre kommen wir nach Gosier. Draußen im Meer sieht man das Islet de Gosier
liegen. Davor breitet sich das Meer in seinen wunderschönen Blautönen aus. Und dann
beginnt es erst mal zu schütten. Eigentlich der erste richtige Regen während des
gesamten Urlaubs. Über Sainte-Anne, wo wir einen kleinen Wochenmarkt besuchen, und
Saint-François fahren wir bis ans Ende der Insel, zum Pointe de Châteaux. Hier lassen
wir das Auto stehen und unternehmen einen kleinen Spaziergang hoch zum Kap. Die Aussicht
auf die Klippen und hinüber nach Désirade ist fantastisch. Weiter in der Ferne
erkennen wir die Inseln Marie-Galante und Petite Terre. Entlang der Küste fahren wir
etwas nach Norden, ehe wir dann wieder westwärts in die Grand Fonds einschwenken und
über Point-à-Pitre nach Basse Terre und Deshaies
fahren. |
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| Soufrière |
Heute wollen wir den Süden der Schmetterlingsinsel besuchen. Entlang der
Westküste fahren wir nach Basse-Terre und stecken alsbald in dichtem Verkehr fest.
Nach einer guten halben Stunde haben wir den Stau hinter uns gelassen und beschließen, in
die Berge hinauf zu fahren. Über Saint Claude und Matouba erreichen wir nach wenigen
Kilometern den kleinen Parkplatz an der Savane à Mulet (1142m), von dem aus ein Wanderweg
auf den Gipfel der Soufrière führt. Eigentlich ist es laut Reiseführer bereits zu spät
für eine Gipfeltour aber wir starten trotzdem. In etwa 2 Stunden steigen wir bis auf den
Gipfel der La Découverte auf 1467 m Höhe hinauf.
Leider hatten wir keine besonders gute Fernsicht, denn zumeist waberten dichte Wolken um
den Gipfel. An zwei Stellen traten auch noch Schwefelgase aus dem Krater aus, die das
Atmen doch schon beeinträchtigten, wenn man eine volle Ladung erwischt hatte.
Nach dem Abstieg genehmigten wir uns noch ein erfrischendes Bad in einem kleinen
Mineralwasserbecken an der Maison du Volcan. Abends gingen wir noch an den Strand, wo wir
wieder einen herrlichen Sonnenuntergang genießen konnten. |
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| Cascade aux Ecrevisse |
Für heute hatten wir eine Tour mit einem Katamaran zum Schnorcheln und
Schlemmen gebucht. Nur das Boot kam und kam nicht! Nach über einer Stunde Wartezeit gaben
wir es auf.
Also mußte schnell umgeplant werden. Von Deshaies aus fuhren wir mit dem Auto südwärts
über Pointe-Noire bis Mahaut, wo eine Straße, die Traversée, nach links abzweigt, die
quer über die Insel führt. Über viele Serpentinen ging es in kurzer Zeit bis auf 743 m
Höhe hinauf zum Morne à Louis, von wo man einen schönen Blick hinunter zur Küste und
nach Süden in den gebirgigen Teil von Basse Terre hatte.
Vorbei an den Les Mamelles fuhren wir bis zu einem kleinen Parkplatz an der Maison de la
Forêt, wo ein kleiner Naturlehrpfad beginnt. Diesen kleinen Abstecher durch die dichte
Vegetation des tropischen Regenwaldes im Inselinneren sollte man sich nicht entgehen
lassen.
Und erst recht nicht den Besuch des kleinen Wasserfalls Cascade aux Ecrevisses, der mit
einem kühlen Pool inmitten tropischer Blütenpracht zu einem erfrischendes Bad einlädt.
Anschließend fuhren wir an der Ostküste von Basse Terre bis hinunter nach Capesterre
durch die berühmte Allée Dumanoir, eine 1 km lang Allee hundertjähriger Kokospalmen,
die in Doppelreihen angepflanzt sind. Eine kleine Wanderung brachte uns dann noch zum Fuß
des ersten Carbet-Wasserfalls. |
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| Porte d'Enfer |
Und dann hatte Guadeloupe irgendwie ein Problem mit dem Benzin, denn an
jeder Tankstelle ab es keines mehr. Wir waren natürlich auch schon auf
"Reserve", als wir Point-à-Pitre in nördlicher Richtung verließen, um den
Nordteil von Grand Terre zu besuchen. Irgendwo zwischen Morne-à-l'Eau und Anse Bertrand
haben wir dann doch noch eine kleine Tankstelle gefunden, die was hatte. Anschließend
suchten wir uns einen Platz an der Anse Laborde und schnorchelten im glasklaren Wasser der
Bucht. Auf dem Rückweg fuhren wir entlang der Nordküste zur Porte d'Enfer mit seiner
Steilküste und dann weiter an die Anse Maurice, die aber total überlaufen war und somit
kein Badevergnügen bereitete.
Aber vor der Haustür in Deshaies haben wir ja einen tollen Strand, den wir abends noch
besuchten und der uns wieder mal einen tollen Sonnenuntergang mit Blick zur Nachbarinsel
Montserrat bescherte. |
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| Maison du Volcan |
Erst mal holten wir uns heute unser Geld wieder, das wir für die nicht
stattgefundene Bootstour vorab gezahlt hatten.
Dann fuhren wir wieder in den Südteil der Insel hoch zum Maison du Volcan, weiter zur
Savane à Mulets zu Füßen der Soufrière und dann bis ans Ende der Straße zur La
Citerne, einem alten Kratersee. Da das Wetter nicht so toll war kehrten wir aber bald um.
Zurück an der Maison wanderten wir noch in einer Stunde durch dampfenden Regenwald auf
schlammigen Wegen zu einem etwa 40 m hohen Wasserfall. Auf dem Rückweg badeten wir an der
Maison wieder in dem kleinen Mineralwasserpool.
Eine tolle Erfrischung nach der recht anstrengenden Wanderung. |
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| Ilet du Gosier |
Eigentlich wollten wir heute den ausgefallenen Bootsausflug nachholen,
aber leider kamen wir zu spät an der Abfahrtstelle in Sainte-Rose an.
Also planten wir wieder um und zum Abschluß unseres Urlaubs fuhren wir mit einem kleinen
Boot zur Ilet du Gosier hinüber, denn bis zum Abflug am späten Abend hatten wir noch
einen ganzen Tag Zeit.
In einem kleinen Restaurant genehmigten wir uns noch ein leckeres Mittagessen und ein paar
Bierchen. Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand, ehe wir dann gegen Abend zum
Airport fuhren. Auf dem Weg dahin suchten wir noch einen Supermarkt auf, um uns mit
leckerem Rum einzudecken, der in den Tagen nach dem Urlaub den Einstieg ins Arbeitsleben
erleichtern sollte.
Beim Check-In hatte man den Eindruck, daß sich halb Frankreich für unseren Flug
anstellte. Dementsprechend war der Jumbojet auch brechende voll und der Rückflug nicht
gerade ein Vergnügen. |
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Juli 2001
Matthias Martin |
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