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| Südseeurlaub Fiji-Insel |
Pünktlich am 18.03.03 um 20:00 Uhr hob die Boeing 777 der
Korean Air von Frankfurt aus mit Ziel Seoul ab. Der Flug dauerte ca. 11 Stunden und nach
einigen Stunden Wartezeit auf Seouls neuem Flughafen Incheon erfolgte der Weiterflug mit
einem Jumbojet B747 nach Nadi, dem Internationalen Flughafen der Republik Fiji. Nach
insgesamt 30 Stunden war die Anreise geschafft.
In den kommenden zwei Wochen stand ein Programm aus "Erleben und Relaxen" auf
dem Programm: Erstes Highlight war eine Umrundung der Hauptinsel Viti Levu in drei Tagen
mit Übernachtungen im nördlichsten Ort Rakiraki und in der Hauptstadt Suva. Bei
der Umrundung des "Festlandes" bringt es der Tacho auf immerhin ca. 500
Kilometer.
Von Nadi aus geht die Fahrt durch endlose Zuckerrohrfelder, Weideland und entlang der
Küste bis nach Rakiraki zur Zwischenübernachtung. Das zweite Teilstück bis zur
Hauptstadt Suva ist auf einer Länge von 50 Kilometern nicht geteert und nach Regenfällen
ist ein Allradwagen sehr zu empfehlen. Es gab aber vorher kaum Niederschläge und deshalb
hat es auch ein normaler PKW getan. Die Kings Road führt durch immergrünen Regenwald,
vorbei an kleinen gepflegten Dörfern und über abenteuerliche Holzbrücken... Ein
herrliches Stück Erde.
Kurz vor Suva beginnt wieder das Teerband der Kings Road und es war nur noch ein
Katzensprung bis in die größte Stadt der Südsee (ca. 100.000 Einwohner). Eine einfache
Unterkunft bot das Hotel Travel Inn im ruhigen Botschaftsviertel von Suva.
Die Innenstadt ist betriebsam, jedoch mit Hektik hat das Ganze nichts zu tun... Es ist
halt Fiji-time. Pflichtprogramm war noch der Besuch des Regierungspalastes mit der
uniformierten Wache am Tor ( das Militär trägt hier Röcke).
Von SUVA aus folgt die Queens-Road der Küstenlinie, passiert die Coral Coast und nach ca.
200 Kilometern ist wieder Nadi, der Ausgangspunkt der Tour erreicht. Während der Fahrt
sind Palmen, Strand, Meer und herrliche Ausblicke ein ständiger Begleiter.
Nach einer weiteren Übernachtung in Nadi im Horizon Beach ging es mit der "Spirit of
the South Pacific" zu einem 3-tägigen Segeltörn in die Inselwelt der westlich von
Viti Levu liegenden Mamanuca und Yasawa-Islands. Die Stimmung an Bord des Schiffes mit
Südseeklängen und mehrere Schnorchelstops an kleinen Inseln ähnlich der Atolle auf den
Malediven ließen das richtige Südsee-Feeling aufkommen.
Am Abend des ersten Tages erreichten wir unsere Heimatinsel Drawaqa, wo einige
Bures für die Übernachtung aufgestellt waren. Der Abend klang mit Südseemusik und Kava,
dem Fijianischen Nationalgetränk aus... So etwa muß das Paradies aussehen!
Der 2.Tag stand im Zeichen von relaxen: In einer klasklaren Lagune ankerte die Spirit und
wir konnten mit Schnorchel-Equipment die Unterwasserwelt erkunden. Gelegentlich gab es zur
Abkühlung noch ein eiskaltes Fiji-Bitter und nach dem Lunch an Bord fuhren wir zur Insel
Waya, wo wir in einem Dorf mit einer Kava-Zeremonie begrüßt wurden. Nach dem Austauschen
von diversen Höflichkeiten, verbunden mit ständigem Händeklatschen bekam jeder Gast
seine Kavaschale gereicht.
Anschließend gab es noch eine Meke, ein fijianisches Tanzfest...
Die Stimmung war locker und alle Beteiligten hatten ihren Spaß an den Hüftschwüngen der
Tanzgruppen. Zurück an Board wurde schon das International Event für den Abend
vorbereitet. Jede Nationalität musste eine Liedeinlage vortragen... Da war Fun und Spaß
bereits vorprogrammiert: An den Start gingen Teams aus England, der Schweiz, aus
Deutschland und Australien. Das 4-köpfige Deutsche Team präsentierte den Karnevalshit
von Gottlieb Wendehals (jeder kennt das Lied) und spannte schnellstmöglich alle Leute in
die Polonaise mit ein. Somit waren die schiefen Töne nicht so sehr zu hören. Zum Schluß
haben alle Teams gewonnen und es gab Sekt für jeden.
Nach einem anschleißenden Lagerfeuer am Strand mit Fiji-Bitter wurde wieder die
Kava-Schale gefüllt und etliche Drinks "flüssiger Pappe" (so schmeckt nämlich
der Kava) wurden genommen...
Ein weiterer herrlicher Tag fand so seinen Abschluß.
Am 3.Tag nahmen wir wieder Kurs auf Denarau-Marina, den Ausgangshafen unserer Tour in der
Nähe von Nadi. Wieder konnten wir schwimmen und schnorcheln und zum Abschluß der Tour
wurde uns noch Champagner im Rettungsring gereicht... Spitze!
Nach Ankunft hieß es Quartier beziehen und zwar im Travellers Beach nahe des Flughafens
zur Zwischenübernachtung. Am folgenden Morgen erfolgte pünktlich die Zustellung des
gebuchten Mietwagens und ab gings zur Coral-Coast im Süden der Insel Viti Levu zum
Relaxen. Auch hier gab es viel zu erleben: Baden, Ausflüge in das flußreiche Hinterland,
und der Besuch der Märkte im Hauptort der Coral-Coast Sigatoka.
Der Aufenthalt auf der Hauptinsel endete nun mit dem Flug zur Garteninsel Taveuni.
Pünktlich um 13:00 Uhr wurde zum Boarding gerufen. Ganze 4 Passagiere wollten mit der Air
Fiji nach Taveuni fliegen. Der linke Motor der Propellermaschine lief aber nur auf
Sparflamme und so wurde der Flug wegen Maschinenschaden anulliert (ich glaub aber eher
wegen zu geringer Passagierzahl). Also half nur warten. Wir wurden nun um 14:00 Uhr via
Suva umgeroutet... Es war halt Fijitime.
Der Flug von Suva zum Matei-Airport auf Taveuni war eines der Highlights des ganzen
Urlaubs. Das Panorama aus 4000 Metern Höhe war atemberaubend: Die ganze Inselwelt lag
einem zu Füßen und darum noch die türkisblauen Riffe der Südsee. Über den Regenwald
von Taveuni erfolgte der Landeanflug auf Matei im Norden der Insel. Noch eine scharfe
Linkskurve und schon setzte unser Panoramajet auf der palmengesäumten Landepiste des
Airports auf.
Jetzt hieß es noch 5 Tage hier auszuspannen. Die Unterkunft war schon vorreserviert im
Tovutovu-Resort in Matei. Das Resort hatte 5 Bungalows und ein Restaurant, welches aber
zur Zeit im Wiederaufbau war. Ein Zyklon hatte das Haus im Januar ziemlich verwüstet.
Auf Taveuni gibt es viele Wasserfälle im Bouma-Nationalpark, die natürlich in den
kommenden Tagen besucht werden mußten: Eine herrliche Tour war zu den Tavoro
Wasserfällen - mit dem Linienbus hin zum Parkeingang und dann zu 3 Fällen, die in
Kaskaden zum Meer hin herunterstürzten. Die Luft war heiß und feucht. Da tat ein Bad in
den Wasserfällen sehr gut.
Ein weiteres Highlight ist der Lavena Coastal Walk, eine Regenwaldwanderung im Süden der
Insel. Zuerst fuhren wir per Bus nach Lavena und vom Parkeingang ging es zu Fuß in 2
Stunden entlang herrlicher Korallenstrände und durch den Regenwald zum Lavena-Wasserfall.
Unterbrochen wurde die Wanderung durch einige heftige Regenschauer. Jetzt wussten wir,
woher die Bezeichnung Regenwald eigentlich kommt.
Zur Abholung am frühen Abend hat unser Gastgeber Alan Petersen, der eine Coprafarm
bewirtschaftet und die Bungalows nebenher mit vermietet, ein Auto nach Lavena zur Abholung
geschickt, da kein Bus am Abend zurückgeht. Alles hat perfekt geklappt und pünktlich zum
Sundowner strand ein kühles Fiji-Bitter auf der Terrasse. Nach diesen erlebnisreichen
Tagen rückte der lange Rückflug ins kalte Deutschland immer näher: Von Taveuni ging es
erst mit Air Fiji zurück nach Nadi, dann weiter mit der Korean Air Richtungin Seoul
und schließlich nach langer Wartezeit auf dem neuen Airport Incheon gleichfalls mit
Korean Air zurück nach Frankfurt und per Lufthansa zum Regionalflughafen
Hof-Plauen. Die Rückreise dauerte ganze 41 Stunden. |
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| Fiji Abenteuer - Deutschlands ehemals schönste Ecke |
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Akilisi ist früh aus den Federn - ungewöhnlich früh für
einen Polynesier. Sein Job verlangt das: Akilisi ist Palmenschüttler im Club Wakaya auf
der gleichnamigen Südseeinsel. Vor Sonnenaufgang dreht er seine Strandrunden, klopft mit
einem Knüppel gegen die Stämme - und scheucht die Flughunde auf, die zu Hunderten
kopfüber in den Wipfeln hängen. Die riesigen Fledermaustiere, Pteropus samoensis,
könnten sonst einem Gast Anrüchiges auf den Kopf fallen lassen; das wäre peinlich im
feinsten Ferien-Resort der Fidschi-Inseln.
Dank Akilisi ist diese Gefahr gebannt - die einzige übrigens, die den Club-Urlaubern
drohen könnte. Wakaya, nordöstlich der Fidschi-Hauptinsel Viti Levu im Lau-Archipel
gelegen, ist so friedlich wie das Paradies vor dem Sündenfall.
Das war nicht immer so: Am 25. September 1917 blickten sechs Männer nach einem Bad in der
Lagune in ein Dutzend Gewehrläufe. Diese waren, wie sich später zeigte, versehentlich
ungeladen; die sechs hatten leicht zu ihren eigenen Waffen greifen und sich wehren
können. Aber ein kaiserlicher Marineoffizier kämpft nicht in der Badehose: Die sechs
deutschen Seeleute ließen sich widerstandslos festnehmen. Der Name ihres Anführers:
Felix Graf von Luckner, der berühmte "Seeteufel". "Mein Großvater war
Augenzeuge der Verhaftung und hat mir oft davon erzählt", sagt Akilisi. Hier also,
am schönsten der 32 Traumstrande von Wakaya, endet damals eine der abenteuerlichsten
Geschichten der christlichen Seefahrt.
Sie beginnt in Bremerhaven, wo am Weihnachtstag 1916 der Dreimastsegler
"Seeadler" ausläuft. Der als Holzfrachter getarnte Hilfskreuzer durchbricht
unter falscher (norwegischer) Flagge die englische Seeblockade. Als ihn vor Island ein
englischer Kreuzer stellt, übertölpelt der Kornmandant die Briten mit ein paar Brocken
Norwegisch: Felix Graf von Luckner, 1881 in Dresden geboren, weitgereister Weltmann und
Selbstdarsteller, ist mit allen Wassern gewaschen.
Die "Seeadler" überquert den Atlantik bis Rio und nimmt Kurs um Kap Hoorn. Als
Luckner im Juli 1917 die Südsee erreicht, hat der Pirat des Kaisers 14 Schiffe der
Weltkriegsgegner gekapert und versenkt - immer im gleichen Husarenstreich: Erst in letzter
Minute zeigt der "Holzfrachter" die Reichskriegsflagge und die getarnte Kanone.
Kein einziger Mann wird dabei getötet; seine ritterliche Kriegsführung trägt ihm die
Achtung auch seiner Feinde ein. Das Schiff ist voll Kapergut und Gefangener, als am 29.
Juli 1917 Maupihaa bei Tahiti in Sicht kommt. "Die Insel begrüßte uns mit ihren
hohen Palmen wie ein Paradies", schwelgt der Kapitän in seinen Erinnerungen.
Daran hat sich bis heute nichts geändert. Das Atoll ist Südsee-Natur pur mit Seevögeln,
Schildkröten, Kokosnüssen und reichen Fischgründen; dazu ein paar verwilderte Schweine
und wenige Hütten, in denen nur zur Fangzeit polynesische Fischerfamilien wohnen.
Der alte Kara'ka macht am Strand sein Auslegerkanu klar. Abends will er zum Krabbenfang
auslaufen in die mit Riffen und Sandbänken übersäte See; geleitet nur von Mond und
Sternen und vom jahrtausendealten Instinkt der Polynesier. Manches fremde Schiff ist in
diesen tückischen Gewässer versunken: Auch der "Seeadler" wird es zum
Verhängnis.
"In meiner Kindheit war das Wrack noch zu sehen", sagt Kara'ka. "Aber
inzwischen hat das Meer alles verschluckt!" Nur die Schiffskanone steht heute im Park
der Tahiti-Hauptstadt Papeete. Mehr ist nicht geblieben vom stolzen Hilfskreuzer
"Seeadler", den eine Flutwelle am 2. August 1917 vor Mauhipaa auf das Riff warf.
Nach unbestätigten, aber glaubwürdigen Berichten war keine Wache an Bord, die das
Unglück hätte verhindern können, weil sich alle Mann mit Beute-Champagner und
gastfreundlichen Insulanerinnen am Strand vergnügten.
Luckner richtet sich auf der Insel häuslich ein. Aus den Segeln werden drei Zeltlager
für Besatzung und Gefangene: Germantown, Americantown und Frenchtown. Maupihaa wird zur
deutschen Kolonie erklärt und (nach der Schwiegertochter des Kaisers) in Cäcilieninsel
umbenannt. Mancher Millionär hätte für ein paar Wochen Sommerfrische in unserem
Paradies ein Vermögen ausgegeben", schreibt der Graf später. Aber den
"Seeteufel" hält es nicht lange im Garten Eden. Nach vier Wochen besteigt er
mit fünf Getreuen ein Rettungsboot der "Seeadler", um ein neues Schiff zu
kapern.
Die Fahrt in dem offenen Sechs-Meter-Boot, das mittschiffs gerade 28 Zentimeter über
Wasser liegt, wird zur beispiellosen Odyssee. Auf Atiu (Cook Islands, damals britisch)
spielt Luckner einen durchgeknallten Holländer auf Abenteuer-Törn - und die Engländer
versorgen ihren meistgesuchten Feind mit Wasser und Proviant. Die Deutschen passieren die
Südseeträume Samoa und Tonga, wagen sich aber nicht mehr an Land. Nach 25 Tagen und
über 2500 Kilometern erreichen sie mit ihrer Nußschale halbtot die Fidschi-Insel Wakaya
- eine unglaubliche Leistung von Seemannskunst und Willenskraft. Und doch vergebens: Im
Paradies warten die Häscher.
Ein Paradies aus dem Südsee-Bilderbuch, heute Privatbesitz: Der US-Milliardär David
Gilmore hat die einst unbewohnte Insel für sechs Millionen Dollar gekauft und zum
Luxus-Resort ausgebaut. Für seine Fidschi-Belegschaft ließ er ein eigenes Dorf mit
Schule und Kirche errichten. Die Gäste kommen mit Wakaya Air in zehn Flugminuten von der
Fidschi Hauptstadt Suva herüber. Wo Luckners letzte Kaperfahrt endete, trinken sie ihren
Sundowner und lassen sich von Akilisi erzählen, wie es damals war - und wie es mit dem
"Seeteufel" weiterging.
Graf Luckner und seine Männer werden nach Neuseeland gebracht, fliehen mit einem
geklauten Boot und werden auf den Kermadec-Inseln erneut gefasst. Die auf Mauhipaa
wartende Crew kapert indessen ein französisches Schiff, läuft aber vor der Osterinsel
auf ein Riff und wird nach Chile deportiert.
1937 reist Felix Graf von Luckner mit seiner schwedischen Frau noch einmal in die Südsee
- und wird überall als Held gefeiert. Bis zu seinem Tod 1966 schwärmt er vom Zauber
dieser Inselwelt. "Lüge und Falschheit, Gewinnsucht und Hass sind nirgendwo so
selten anzutreffen wie in der Südsee", schreibt er in seinen Erinnerungen. Der
"Seeteufel" mag viel geflunkert und manches Seemannsgarn gesponnen haben - das
ist die reine Wahrheit. |
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